Naturerlebnisse vermitteln 2011
"Naturerlebnisse vermitteln 2011" im Naturfreundehaus „Hardt“ in Bergisch Gladbach
- aus der Sicht einer Teilnehmerin -
Vom 30.09.2011 – 03.10.2011 nahmen wir an der Fortbildung „Naturerlebnisse vermitteln“ in Bergisch Gladbach teil. Die Teilnehmer kamen erstaunlicherweise nicht alle aus sozialen oder pädagogischen Berufen, auch die Wahl zur Teilnahme hatte verschiedene Beweggründe.
Bevor wir zum Seminar kamen, wussten wir eigentlich nicht wirklich, was uns dort erwarten würde. Ein paar Teilnehmer waren schon da und schnibbelten fleißig für das Abendessen Gemüse. Als erstes begrüßte uns Andreas, der Gruppenleiter.
Andreas, unsere Leiter und Waldschrat
Nachdem alle angekommen waren, machten wir ein Willkommensspiel, in dem wir uns spielend die Namen der Anderen einprägen konnten.
Jeden Tag hatten wir entweder morgens Theorie und nachmittags Praxis oder umgekehrt. Als Selbstversorger wurde unser Essen meistens zusammen in der Gruppe fertiggestellt. Leider gab es zwischen den Aktivitäten nicht so oft Pause, so dass ich abends schon um 21 Uhr im Bett lag und schlief. Andere Teilnehmer schafften es noch länger, die lauen und schönen Abende am Feuer zu genießen.
Die Praxis zeigte uns viele Ansätze der verschiedenen Methoden:
Naturpädagogik nach Cornell
Earth Education (fand ich besonders spannend)
Abenteuererlebnissport in der Natur
Ein wenig Wildnispädagogik.
Jeden Abend suchten einige Teilnehmer Holz in dem wunderschönen Wald, in dem auch die meisten Aktivitäten stattfanden und machten Feuer an unserer Feuerstelle. Einmal gab es sogar Stockbrot.
Bei einer Nachtwanderung konnte man das Fürchten lernen. Es war stockdunkel und der zu begehende Weg war nur durch kleine Teelichter beleuchtet. Da ich nachtblind bin, musste ich geführt werden, weil ich leider gar nichts sehen konnte. Nach Erfüllung der Aufgaben und vielen Schrecken kamen wir erschöpft zum Lager zurück.
So sieht unser Waldsofa aus alten Ästen, Laub, Blättern und Wurzelwerk aus. Es war so groß, dass wir alle darauf Platz fanden.
Als Erlebnis der Earth Education möchte ich unseren Regenbogen hervor heben, den die Waldbewohner zerstört haben, weil sie heraus gefunden haben, dass die Menschen überhaupt nicht gut mit der Umwelt umgehen. Wir suchten aus den Schätzen des Waldes Blätter, Blüten, Stöcke etc. in den verschiedensten Farben und retteten so unseren Regenbogen.
Auch ein Spiel, das endlos dauerte und doch voller Spannung war möchte ich noch erwähnen. Wir mussten anhand von einer bestimmten Anzahl von Holzplättchen das „Moor“ überqueren. Allerdings musste immer ein Fuß auf je einem Plättchen stehen. Gar nicht so einfach … Nein, sogar eine echte Herausforderung!!!
Am letzten Tag bauten wir noch eine Unterkunft im Wald. Durch eine einfache Konstruktion und mit vielen, vielen Ästen konnte man sich hinterher wie in einem Schlafsack in diese Unterkunft legen.
Jedes einzelne Erlebnis zu schildern, würde den Rahmen sprengen. Alles in Allem kann ich sagen, - ich spreche - glaube ich - auch im Namen meiner Mitteilnehmer – dass es eine gelungene Fortbildung war, die uns sehr viel Spaß gebracht hat, uns viele neue Erkenntnisse und Informationen geliefert hat, aber auch sehr hart war.
Bei jedem Praxiserlebnis fühlte man sich teilweise wieder als Kind, dass mit Staunen durch den Wald geht und sich in die Waldbewohner und in eine Zauberwelt entführt glaubt.
Neben all diesen Erlebnissen sprachen wir natürlich auch über die Nachhaltigkeit unseres Tuns und wie wir Kindern dieses vermitteln können.
Ich weiß, dass ich in meiner Tätigkeit an einer Schule viele Sachen umsetzen werde. Das Seminar ist absolut lohnenswert.
Danke nochmal an die tollen Betreuer/in Andreas und Julia und vor allem an "Conny" für diesen detaillierten Bericht!












